Brennstoff Biomasse: nachwachsend, energiereich und CO2-neutral

Eine Holzheizung ist eine Biomasseheizung. Der Begriff Biomasse bezieht sich hierbei auf die Rohstoffe, die als Brennstoffe infrage kommen. In der Praxis kann eine Biomasseheizung Stückholz, maschinell gepresste oder verkleinerte Holzstücke sowie Resthölzer verarbeiten. Etwas undeutlicher wird es, wenn Biomasse nicht mit der Holzheizung in Verbindung steht. Denn eine einheitliche Definition der Biomasse gibt es nicht. Grob gesagt umfasst dieser Begriff alle Lebewesen einschließlich abgestorbenen Materials, die in der Lage sind, Energie zu liefern. Dabei können die Lebewesen tierischen oder pflanzlichen Absprungs sein. Das bedeutet, ein Grashalm ist ebenso Biomasse wie eine Milchkuh, die ihn zermalmt.
 

Holz als energieliefernde Biomasse

Auch wenn die Milchkuh und der Grashalm als Biomasse Energie liefern, käme niemand auf die Idee, die beiden für die Wärmeerzeugung zu nutzen. Dafür ist ihr Energiegehalt schlicht und einfach zu gering. Viel effizienter ist hingegen die Nutzung von Holz als Brennstoff. Aber auch hier gibt es Unterschiede.

Aufeinanderliegendes Scheitholz als Brennstoff Biomasse

Scheitholz hat einen verhältnismäßig hohen Energiegehalt

Seit Tausenden von Jahren hat das Brennen von Stückholz dem Zweck gedient, der Menschheit Schutz und Wärme zu spenden. In den Anfängen bestand die Biomasseheizung nicht selten aus einer offenen Feuerstelle mit einem sehr hohen Wärmeverlust. Aber schon damals war klar, dass die Energie im Holz nicht gleich ist: Der jeweilige Energiegehalt des Holzes hängt einerseits von der Holzart selbst und andererseits von der Restfeuchte ab. Grundsätzlich gilt: je geringer die Restfeuchte, desto höher der Energiegehalt im Scheitholz.

Um das Optimum aus dem Brennstoff Scheitholz zu holen, nutzen alle Biomasseheizungen von Viessmann die Vergasertechnik. Dabei erzielen sie Wirkungsgrade von über 90 Prozent und sichern somit einen wirtschaftlichen und sauberen Betrieb. Mehr zum Thema Vergasung finden Sie im Abschnitt Funktionsweise der Stückholzheizung.

Holzpellets als energiereiche Biomasse

Auch Holzpellets geben als Biomasse Energie ab, wenn sie in einem Pelletkessel nahezu vollständig verbrennen. Dabei handelt es sich nicht um eine lebendige, sondern „verarbeitete“ Biomasse. Ausgangsmaterial für Pellets sind Sägenebenprodukte oder Industrieholzreste, die unter hohem Druck zu Holzstiften gepresst werden. Anders als Stückholz haben Pellets dank ihrer sehr geringen Restfeuchte und ihrer homogenen Zusammensetzung einen äußerst hohen Energiegehalt. Außerdem ist ihre Größe genormt, wodurch eine Pelletheizung in der Regel vollautomatisch arbeitet.

Eine besondere Form stellen die Holzbriketts dar. Sie werden für Scheitholzkessel genutzt. Auch sie werden aus Sägenebenprodukten oder Industrieholzresten hergestellt und haben ebenfalls einen sehr hohen Energiegehalt. Ein voll automatisierter Betrieb wie mit den kleinen Pellets ist jedoch nicht möglich. Stattdessen müssen die Briketts manuell nachgelegt werden.

Ein Haufen Pellets als Brennstoff Biomasse
Die Grafik zeigt Hackschnitzel als Brennstoff Biomasse

Holzhackschnitzel und Holzreste

Eine Biomasseheizung verbrennt nicht nur Stückholz oder Presslinge. Auch sogenannte Holzhackschnitzel setzen als Biomasse Energie frei. Holzhackschnitzel sind naturbelassene Holzstücke mit oder ohne Rinde, die maschinell zerkleinert werden. Ihr Energiegehalt hängt stark von ihrer Qualität ab. Generell ist dieser im Vergleich zu Pellets oder Stückholz geringer. Dafür halten sich die Kosten in Grenzen. Biomasseheizungen, die Holzhackschnitzel und Holzreste verbrennen, kommen häufig in Regionen mit viel Forstwirtschaft zum Einsatz. Mehr zu der Besonderheit von Holzhackschnitzelkesseln finden Sie auch im Abschnitt Funktionsweise der Hackschnitzelheizung.

Emissionen von Biomasse

Holz gilt als einer der saubersten regenerativen Brennstoffe, die aktuell auf dem Markt erhältlich sind. Die Emissionen von Biomasse bestehen im Optimalfall aus Staub, Wasser und Kohlenstoffdioxid. Die Verbrennung von Holz wird dennoch als CO2-neutral bezeichnet. Das liegt vor allem daran, dass das Holz im Laufe eines Wachstums in etwa dieselbe Menge an CO2 gebunden hat, wie die, die es während der Verbrennung freisetzt.

Damit die Emissionen von Biomasse bei der Verbrennung möglichst gering bleiben, sind effiziente Technologien und aufeinander optimierte Systembestandteile erforderlich. Alle Holzheizungen von Viessmann verfügen über modernste Verbrennungstechnik und garantieren vom ersten Tag an einen wirtschaftlichen und vor allem emissionsarmen Betrieb.