Die passende Holzheizung finden

Scheitholzkessel, Pelletkessel, Hackschnitzelkessel, Kombikessel: Wer sich für das Heizen mit Holz entscheidet, dem steht eine große Vielfalt an Techniken und Systemen zur Auswahl. Der Preis ist nicht immer entscheidend. Ebenso wenig sollte die Kaufentscheidung nur aufgrund des Designs getroffen werden. Um die passende Holzheizung zu finden, sollten daher mehrere Faktoren bereits im Vorfeld berücksichtigt werden.
 

Auf den Heizbedarf kommt es an

Einer der wichtigsten Punkte betrifft den Heizbedarf. Dieser wiederum hängt von vielen Einflussfaktoren wie Bauart, Heizflächen und Wohlfühlverhalten der Nutzer ab. Grundsätzlich gilt, dass Altbauten einen höheren Wärmebedarf haben als Neubauten. Das bedeutet, dieselbe Holzheizung muss in einem unsanierten Altbau mehr Leistung aufbringen als in einem energetisch guten Neubau.

Der Heizbedarf lässt sich mithilfe einer sogenannten Heizlastabrechnung ermitteln. Dabei errechnet ein Fachmann mit Berücksichtigung auf Transmissions- und Lüftungsverluste die erforderliche Leistung, um ein Gebäude auf zulässige und angenehme Temperatur zu erwärmen. Die so ermittelten Werte dienen als Basis für die Auslegung der neuen Holzheizung.
 

Monovalenter oder bivalenter Betrieb

Die richtige Größe des Heizkessels hängt auch davon ab, ob die neue Holzheizung als alleiniger Wärmeerzeuger zum Einsatz kommen oder lediglich die vorhandene Heizanlage unterstützen soll. Ein monovalenter Betrieb erfordert eine deutlich größere Auslegung der Holzheizung, als ein unterstützender.

In beiden Fällen stehen Interessenten mehrere Holzheizungen von Viessmann in unterschiedlichen Leistungsbereichen zur Auswahl. In dieser Hinsicht lässt sich die passende Holzheizung schnell finden.

Mehrere unbehandelte Holzstücke spielen auch eine Rolle, wenn Interessenten eine passende Holzheizung finden möchten

Heizen mit Holz – der natürlichste Brennstoff der Welt

Unterschiedliche Systeme für unterschiedlichen Bedarf

Neben dem Heizbedarf darf die Wahl des passenden Heizsystems nicht zu kurz kommen. Schließlich gibt es mehr als nur eine Möglichkeit, mit Holz zu heizen. Die in der Praxis gängigsten Arten von Holzheizung sind:

  • Stückholzheizung
  • Pelletheizung
  • Hackschnitzelheizung
  • Kombiheizung

Den passenden Stückholzkessel finden

Die Stückholz- bzw. Scheitholzheizung ist die ursprünglichste Art, mit Holz zu heizen. Damit der Betrieb langfristig wirtschaftlich bleibt, kommt es auf die günstige Anschaffung und optimale Lagerung des Brennstoffes Scheitholz an. Wer in einer Region mit viel Forstwirtschaft lebt oder das Brennholz zu guten Konditionen bekommt, hat bereits gute Voraussetzungen. Darüber hinaus sollte unbedingt auf die Lagerung geachtet werden. Schließlich setzt Scheitholz bei der Verbrennung nur dann die volle Energie frei, wenn es eine niedrige Restfeuchte hat. Weitere Tipps zu diesem Thema liefert auch der Abschnitt Stückholzheizung kaufen.

Den passenden Pelletkessel finden

Im Vergleich zu einer Scheitholzheizung ermöglicht eine Pelletheizung einen voll automatisierten Betrieb und somit einen sehr hohen Bedienkomfort. Beim Brennstoff handelt es sich um gepresste und genormte Holzstifte, die mithilfe einer Förderanlage direkt vom Lagerraum in den Heizkessel gelangen. Wie der Vorgang im Detail funktioniert, erklärt der Abschnitt Funktionsweise der Pelletheizung.

Ob Hausbesitzer und Sanierer bei diesem System die für sie passende Holzheizung finden, hängt von zwei Faktoren ab: Einerseits braucht eine Pelletheizung ausreichend Platz für die Lagerung und den Transport der Pellets und andererseits ist sie in der Anschaffung etwas kostenintensiver als eine Scheitholzheizung. Letztere wird aber durch sehr hohe Fördergelder vom Staat abgemildert. Bei beengten Platzverhältnissen kann die Pelletheizung auch mit einem Pelletbehälter betrieben werden. Dieser muss in kurzen Abständen manuell aufgefüllt werden, wodurch ein voll automatisierter Betrieb nicht mehr möglich ist. Dafür spart man Platz und die Kosten für das Pelletlager.

Den passenden Hackschnitzelkessel finden

Den gleichen hohen Bedienkomfort wie bei einer Pelletheizung bietet auch die Hackschnitzelheizung. Auch sie benötigt Platz für die Lagerung und den Transport der sogenannten Hackschnitzel. Dabei handelt es sich um maschinell zerkleinerte Holzstücke mit und ohne Rinde. Im Vergleich zu den gepressten Pellets ist ihr Energiegehalt geringer. Dafür sind sie in der Anschaffung deutlich günstiger. Wer neben ausreichendem Platz den Brennstoff zu besonders guten Konditionen erhält, für den ist die Hackschnitzelheizung eine sehr gute Option.

Den passenden Kombikessel finden

In manchen Fällen lässt sich die passende Holzheizung auch finden, indem das System gewählt wird, welches die Stärken aller Holzheizsysteme vereint. Die sogenannte Kombiheizung ist unter allen Holzheizungen der Allrounder. Je nach Leistungsbereichen und Modellen lässt sie sich wahlweise mit Pellets oder Hackschnitzel betreiben. In größeren Leistungsbereichen verbrennt sie auch Pellets, Holzhackschnitzel, Holzspäne und Mischholz mit einem maximalen Wassergehalt von 50 Prozent. Kombiheizungen kommen aufgrund ihrer hohen Leistung häufig in Betrieben und Großwohnungen zum Einsatz.
 

Von Fördermitteln für die Holzheizung profitieren

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und verbrennt CO2-neutral. Aus dem Grund fördert der Bund den Kauf einer Holzheizung mit attraktiven Förderprogrammen. Die Höhe richtet sich vor allem nach der Heizungsart sowie dem Einsatzort und liegt teilweise über 5.000 Euro. In jedem Fall federn die Fördergelder die Investitionskosten merklich ab und sollten unbedingt beantragt werden. Auskunft über die unterschiedlichen Förderprogramme kann ein Fachmann geben. Er hilft auch dabei, die passende Holzheizung schnell zu finden. Weitere Informationen dazu gibt es im Abschnitt Förderung der Holzheizung.