Heizöl als fossiler Brennstoff

Noch heute gehören Ölheizungen in Deutschland zu den meist verwendeten Heizsystemen. Ob mit der Heizwert- oder Brennwerttechnik: Ein Ölkessel zeichnet sich durch seinen wirtschaftlichen Betrieb, seine bewährte Technik und nicht zuletzt durch seinen energiereichen Brennstoff aus.


Wie aus Erdöl Heizöl wurde

Erdöl ist ein Stoffgemisch aus mindestens 500 Komponenten. Aus dem Rohöl (bereits gefördertes Erdöl) lassen sich unter anderem Kerosin, Benzin, Diesel und natürlich auch Heizöl herstellen. Bis das Rohöl als Heizöl in die Brennkammer einer Heizung kommt, muss es zuvor mehrere Verfahren durchlaufen. Experten teilen diesen Prozess in Destillation, Konversion und Raffination auf. Bei der Destillation wird das Rohöl in verschiedene Produktgruppen zerlegt, die sich durch ihre unterschiedlichen Siedebereiche gekennzeichnet sind. Im zweiten Schritt geht es darum, die Kohlenwasserstoffe in größere, kleinere oder anders strukturierte Moleküle umzuwandeln. Das ist notwendig, da der Bedarf an “leichten” Produkten stetig zunimmt. Und weil Rohöl einen hohen Schwefelgehalt hat, der bei der Verbrennung giftiges Schwefeldioxid freisetzen würde, wird es im letzten Schritt, der Raffination, entschwefelt.

Heizöl lässt sich auch regenerativ herstellen, zum Beispiel mithilfe von Rapspflanzen.

Heizöl lässt sich auch regenerativ herstellen, zum Beispiel mithilfe von Rapspflanzen

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Der Öltank als wichtige Komponente einer Ölheizung

Damit das Heizöl automatisch und wohldosiert in die Brennkammer gelingen kann, muss es bevorratet werden. Der hierfür benötigte Tank besteht in der Regel meist aus Metall oder Kunststoff. Um die Dichtigkeit zu erhöhen, sind viele Tanks doppelwandig gebaut und verfügen ferner über Sicherheitskomponenten wie den Grenzwertgeber oder andere Messinstrumente. Ersterer verhindert, dass das Heizöl bei Überfüllung ausläuft und ins Grundwasser oder Erdreich gelangt.