Biogas – eine natürliche Energiequelle

Biomasse ist ein nachwachsender heimischer Energieträger. Ihre Nutzung wirkt dem Klimawandel entgegen und sorgt für mehr Unabhängigkeit von fossilem Öl und Gas.

Ein entscheidender Vorteil, der Biomasse von anderen erneuerbaren Energien abgebt, ist die Möglichkeit, sie auf Vorrat zu lagern und bedarfsgerecht einzusetzen. Dabei spielt der Aggregatzustand keine Rolle: Biomasse kann in fester, flüssiger oder gasförmiger Form genutzt werden.

Die effizienteste Alternative zur nachhaltigen Nutzung von Biomasse ist dabei Biogas – neben dem Dauerbrenner Holz. Bei konsequentem Ausbau der Biogas-Nutzung kann der Import von Erdgas deutlich reduziert werden, was ein Einsparpotential von 2,6 Milliarden Euro pro Jahr eröffnet.

Viessmann deckt mit seinem Komplettangebot das gesamte Spektrum der Biogastechnologie ab – von der Nass- und Trockenfermentation über die Biogas-Aufbereitung bis hin zu mikrobiologischen Methanisierungsverfahren.

Vielseitig einsetzbarer Brennstoff

Biogas unterscheidet sich von Erdgas dadurch, dass es von lebendigen Organismen erzeugt und nicht aus fossilen Speichern gewonnen wird. Daher zählt es zu den Erneuerbaren Energien. Gewonnen wird es in speziellen Anlagen, in denen Biomasse fermentiert, also von Mikroorganismen verarbeitet wird. Genutzt wird es als Brennstoff in modernen Heizungsanlagen, als Kraftstoff für gasbetriebene Fahrzeuge oder in Blockheizkraftwerken zur gleichzeitigen Erzeugung von elektrischem Strom und Wärme. Der Strom wird ins Netz eingespeist, die Wärme kann zum Beheizen von öffentlichen oder privaten Gebäuden oder auch zum Trocknen von landwirtschaftlichen Produkten genutzt werden. Darüber hinaus wird biotisch erzeugtes Gas nach entsprechender Aufbereitung auch selbst in das Gasnetz eingespeist.

Viessmann bietet sowohl komplette Anlagen zur Erzeugung von Biogas in der Landwirtschaft als auch zahlreiche Produkte für Wohngebäude, die Gas effizient in Heizwärme umsetzen.

Herstellung von Biogas

Das Substrat, das Ausgangsmaterial für die Gas-Erzeugung, kommt normalerweise aus der Landwirtschaft oder aus der Bewirtschaftung von Wäldern, Äckern oder Gärten. Gut geeignete Rohstoffe sind beispielsweise Agrarabfälle wie Rinder-, Hühner- oder Schweinemist, Bioabfall oder Speisereste. Einen noch höheren Gas-Ertrag bringen edlere Ausgangsstoffe wie gehäckselter Mais, zerkleinertes Gras oder Zuckerrübenschnitzel, weswegen manche Betriebe eigens Energiepflanzen anbauen, um Gas herzustellen. Auch Pflanzenreste oder Zwischenfrüchte, die sonst keine Verwendung finden, können genutzt werden. Nicht geeignet ist hingegen Holz, da darin weder Fette oder Proteine noch Kohlenhydrate enthalten sind.

Das organische Ausgangsmaterial wird in einer Biogasanlage vergoren bzw. fermentiert. Man unterscheidet dabei zwischen Trockenfermentation (Bioabfälle, Pflanzenreste und sonstiger Kompost) und Nassfermentation (Gülle, Tiermist). Bei der Fermentation bauen die speziellen Mikroorganismen die in der Biomasse enthaltenen Nährstoffe ab und wandeln sie in Energie um. Da sie allerdings nicht die gesamte Energie selbst nutzen können, scheiden sie ein energiereiches Gasgemisch aus, das vor allem aus Kohlendioxid (CO2) und Methan besteht. Letzteres ist der eigentliche Energieträger: Je höher der Methangehalt, desto größer der Brennwert.

Je nachdem, welches Substrat vergoren wird, schwankt der Methangehalt zwischen 50 und 65 Prozent. Der CO2-Anteil liegt dementsprechend zwischen 35 und 50 Prozent. Das in Biogas enthalte Kohlendioxid ist übrigens klimaneutral, da es beim Wachstum des pflanzlichen Ausgangsmaterials aus der Atmosphäre gebunden wurde. Außerdem enthält das Gas noch Sauerstoff, Wasserdampf sowie Schwefel und Schwefelwasserstoff. Die Anlagen zur Gaserzeugung arbeiten in aller Regel geruchlos.

Biogas: Wichtig für Klimaschutz und Energieeffizienz

Dadurch, dass sowohl Substrate als auch Gas gespeichert und vorgehalten werden können, spielt biotisch erzeugtes Gas eine wichtige Rolle für den Klimaschutz. Anders als beispielsweise Wind und Sonne, deren Energielieferung ständig schwankt, ist Biogas grundlastfähig, also jederzeit verfügbar. Zur Einspeisung in das öffentliche Netz wird es dann in speziellen Anlagen zu Biomethan veredelt, das denselben Brennwert hat wie konventionelles Erdgas. Die stabile Produktion und Versorgung macht Biogasanlagen und Gas-Brennwertheizungen besonders attraktiv.

In vielen Ländern spielt Gas als Brennstoff längst eine neue Rolle. In Deutschland produzieren viele tausend Biogasanlagen den Energieträger gegen eine feste Einspeisevergütung. Auch in der Schweiz, wo es als meist als Kompogas bezeichnet wird, wird die nachhaltige Gaserzeugung seit vielen Jahren gefördert. Ein beliebtes Modell ist, dass mehrere Landwirte zusammen eine Gemeinschaftsanlage betrieben – oft in Zusammenarbeit mit der Kommune oder einem örtlichen Energieversorger.


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