Eine Stückholzheizung kaufen – diese Tipps helfen

Möchten Hausbesitzer eine Stückholzheizung kaufen, müssen sie einige Punkte beachten. So sollte die Anlage so groß sein, dass sie das Haus mit ausreichend Wärme versorgen kann. Während das Beschicken der Heizung einiges an Zeit in Anspruch nimmt, ist zur Brennholzlagerung ausreichend Platz im Garten nötig. Staatliche Fördermittel senken darüber hinaus die Anschaffungskosten. Damit Hausbesitzer von dem Geld profitieren können, kommt es jedoch auf die richtige Heizung und die korrekte Beantragung der Mittel an. Bei einer kostenlosen und unverbindlichen Fachberatung werden alle ihre Fragen zur Technik beantwortet.
 

Die richtige Leistung für die Scheitholzheizung

Haben sich Bauherren oder Hausbesitzer für eine Holzheizung entschieden, kommt es vor dem Einbau der Technik auf die richtige Planung an. Entscheidend für die Funktion, den Komfort und den Preis beim Stückholzheizung kaufen ist dabei vor allem die Leistung.* Diese sollte so groß sein, dass der Kessel die Wärmeverluste der Gebäudehülle ausgleichen und in allen Räumen für angenehme Temperaturen sorgen kann. Während eine individuelle Berechnung exakte Ergebnisse hervorbringt, helfen Richtwerte dabei, die Heizung überschlägig auszulegen. Diese hängen vom Alter des Gebäudes ab und ergeben sich wie folgt. Liegt das Baujahr:

  • vor 1970, beträgt die Heizleistung 150 bis 170 Watt pro Quadratmeter
  • zwischen 1970 und 1980, beträgt die Heizleistung 100 bis 150 Watt pro Quadratmeter
  • zwischen 1980 und 1990, beträgt die Heizleistung 75 bis 100 Watt pro Quadratmeter
  • zwischen 1990 und 2000, beträgt die Heizleistung 50 bis 75 Watt pro Quadratmeter
  • nach 2000, beträgt die Heizleistung 15 bis 50 Watt pro Quadratmeter

Wichtig zu wissen ist, dass die Leistung vor allem im Altbau niedriger ausfallen kann, wenn Hausbesitzer bereits eine energetische Sanierung durchgeführt haben.

*Der passende Scheitholzkessel wird durch den Füllraum bestimmt. Möchte man z.B. im Winter nur einmal am Tag den Kessel anheizen um sein Gebäude zu beheizen, muss der Füllraum des Scheitholzkessels entsprechend zu dem Wärmebedarf des Gebäudes passen. Je größer der Füllraum eines Kessels, desto mehr Holz passt rein und desto größer ist die abgegebene Wärmemenge. Die Leistung des Kessels hat Einfluss darauf wie schnell das Holz im Kessel abbrennt. Kann im Winter zweimal am Tag angeheizt werden, reicht auch ein kleinerer Füllraum des Kessels.
 


Voraussetzungen zum Stückholzheizung kaufen

Ein Stückholzkessel heizt umweltschonend und günstig. Damit das funktioniert, müssen Hausbesitzer jedoch einige Voraussetzungen erfüllen. Besonders wichtig ist dabei ausreichend Platz für die Brennholzlagerung und ausreichend Zeit für den Betrieb der Anlage.

Die Grafik zeigt Holzstücke in Nahaufnahme. Wollen Hausbesitzer eine Stückholzheizung kaufen, müssen sie später das gleiche mit Holzscheiten machen

Stückholzheizung kaufen und ausreichend Platz einplanen

Verheizen Hausbesitzer Holzscheite mit einer zu hohen Restfeuchte, kann das schwerwiegende Folgen haben. Denn neben dem steigenden Energieverbrauch kann auch der Schornstein Schäden davontragen.

Abhilfe schafft hier die richtige Brennholzlagerung. Die sägefrischen Holzscheite sollten dabei so lange auf gut belüfteten Stapeln vor dem Haus liegen, bis ihre Restfeuchte einen Wert von unter 20 Prozent erreicht. Da das abhängig von der Brennholzqualität auch ein bis zwei Jahre dauern kann, müssen Hausbesitzer ausreichend Platz zur Verfügung haben. Wollen sie eine Stückholzheizung kaufen, bietet sich dazu zum Beispiel die Fassade an der Süd- oder Westseite des Hauses an.

Nachlegen der Scheite erfordert manuellen Aufwand

Möchten Hausbesitzer eine Holzheizung kaufen, sollten sie auch ausreichend Zeit für die Bedienung haben. Denn in aller Regel sind die Scheite von Hand in den Kessel zu legen. Mit einer Abbranddauer von etwa 4 bis 5 Stunden muss das im Winter sogar mehrmals täglich geschehen. Hinzu kommt das Anschüren der Heizung, das Reinigen der Wärmeübertrager und das Austragen der übrig gebliebenen Asche. Im Vergleich zu alten Geräten sorgen moderne Holzheizungen mit Pufferspeichern, automatischen Zündprogrammen und einfachen Reinigungsmechanismen dabei aber für einen hohen Komfort.

Übrigens: Auch wenn Hausbesitzer nicht immer zu Hause sind, können sie eine Stückholzheizung kaufen. Denn als Kombigerät oder in Verbindung mit einer alten Öl- oder Gasheizung schaltet die moderne Regelung automatisch auf die Zusatzheizung um, wenn alles Holz verbrannt ist. Auf diese Weise bleiben Schäden aus und alle Räume im Haus werden mollig warm.