Heizungssanierung: Warum, wann und wie?

Ist Ihre Heizungsanlage in die Jahre gekommen? Ab einer Betriebsdauer von rund 15 Jahren sind Sie gut beraten, eine Heizungssanierung unter Berücksichtigung der geltenden Vorschriften sowie Einbezug von Fachleuten anzugehen. Setzen Sie dabei auf zukunftsfähige Heizsysteme.

Die Gründe für die Sanierung einer Heizungsanlage sind vielfältig und reichen von der Reduzierung der Heizkosten über die Erhöhung der Zuverlässigkeit und die Schonung der Umwelt bis hin zur Erfüllung gesetzlicher Vorschriften.

Welches Heizsystem für Ihr Haus / Ihre Immobilie das Richtige ist, hängt im Wesentlichen von den folgenden Faktoren ab:

  • Alter und Zustand der Immobilie
  • Vorhandenes Wärmeverteilsystem, Wärmebedarf
  • Energieverbrauch, Preisentwicklung von Rohstoffen
  • Kosten und Investition für die Anschaffung sowie die Installation
  • Anforderung an Komfort
  • Umweltbewusstsein
  • Gesetze & Vorschriften

Es ist ratsam, sich bereits vor dem Gespräch mit Fachleuten zu informieren und dabei die eigenen Anforderungen an eine neue Heizungsanlage zu formulieren.


Größtes Einsparpotenzial bietet die Heizungssanierung

Heizung sanieren spart Heizkosten

Es gibt viele Möglichkeiten, im eigenen Zuhause Energie zu sparen. Die Heizung zu sanieren, bietet davon das grösste Potenzial. Eine neue Heizung oder die Installation einer Solaranlage auf dem Dach können für beträchtliche Einsparungen sorgen. Für eine genaue Berechnung muss der energetische Zustand des Gebäudes berücksichtigt werden. Gemeinhin gilt aber: Kommen bei einer Heizungssanierung regenerative Energien zum Einsatz, sind Einsparungen von bis zu einem Drittel der Energiekosten möglich. Besonders in Kombination mit weiteren in der Grafik gezeigten Massnahmen. Alleinige Massnahmen wie die Dämmung der Aussenwände oder der Austausch der Fenster und Türen bringen hier lediglich Ersparnisse um die zehn Prozent.


Heizungssanierung: Dort ansetzen, wo es einen Unterschied macht

Wann sollte ich meine Heizung sanieren?

Für eine Heizungssanierung müssen Sie nicht auf den perfekten Moment warten. Frühjahr, Sommer und Herbst bieten sich gleichermassen an. Aber auch im Winter ist ein Heizungsaustausch möglich, der in der Regel innerhalb von ein bis drei Tagen machbar ist. Abgesehen davon geht es hauptsächlich darum, eigene Kostentreiber im Blick zu behalten und im Vorfeld zu prüfen, wo die Schwachstellen der alten Heizungsanlage liegen.

In folgenden Fällen lohnt sich der Austausch:

● bei Heizkesseln mit einem Alter von > 15-20 Jahren
● bei alten Heizkesseln, die noch nicht kaputt, aber bereits > 20 Jahre alt sind
● bei überdimensionierten Heizkesseln, die viel Platz im Heizungskeller wegnehmen und mit dauerhaft hohen Kesseltemperaturen laufen
● wenn der Kaminfeger bei seiner jährlichen Überprüfung die Abgaswerte bemängelt 

 

Eine clevere Investition

Gut rechnen lohnt sich: Die Investitionskosten für ein klimafreundliches
Heizsystem können auf den ersten Blick höher sein als eine Heizungslösung mit
Oel oder Gas. Ueber den gesamten Lebenszyklus betrachtet unter Einbezug der Energiekosten können jedoch langfristig Einsparungen erzielt werden. Der Wert der Liegenschaft kann mittelfristig steigen. Zudem gilt es steuerliche Aspekte zu prüfen. Je nach Alter und Zustand der Liegenschaft kann es auch Sinn machen eine Gesamterneuerung zu planen.

Förderungen

Nehmen Sie finanzielle Unterstützung in Anspruch und beantragen Sie Fördergelder. Erkundigen Sie sich bei Bund und Kanton sowie Energiefachstellen, Energieversorger, Banken und der Gemeinde nach aktuellen Förderprogrammen. Diese sind teilweise zeitlich begrenzt und es kann sich lohnen, den Zeitpunkt für den Ersatz danach zu richten.



Das richtige Vorgehen, um die Heizung zu sanieren

Vor der Sanierung der Heizung gilt es sich erst einmal zu informieren. Das beginnt bei Gesprächen mit Nachbarn oder wertvollen Erfahrungsberichten von Freunden und Nachbarn. Auch wenn Ihnen möglicherweise gut gemeinte Stimmen davon abraten: Lassen Sie im Zweifel Ihre Heizung sanieren. Denn von den vielen energieeffizienten Massnahmen, die zur Verfügung stehen, ist die Heizungssanierung eine der wirkungsvollsten.

Früher oder später sollte jeder Weg zum Fachmann führen, und das heisst in diesem Fall: zum Heizungsinstallateur. Dieser kennt die zur Verfügung stehenden Heizungssysteme genau und besitzt viel Erfahrung, wenn es darum geht, die Heizung zu sanieren. Eine weitere Möglichkeit ist der Gang zum Experten für Energieeffizienz. Ein solcher Energieberater empfiehlt sich besonders dann, wenn umfangreiche Sanierungsmassnahmen geplant sind.

MuKEn 2014 (Mustervorschriften der Kantone)

Die Kantone haben für Gebäude die “Mustervorschriften im Energiebereich” (MuKEn) entwickelt. Ziel der neuen Vorschriften ist es, den Energiebedarf zu senken, den Einsatz
erneuerbarer Energien zu erhöhen und damit CO2-Austoss von Gebäuden zu reduzieren.

Beim Heizungsersatz in bestehenden Wohnbauten müssen gemäss den MuKEn 2014 entweder mindestens 10% durch erneuerbare Energien eingebracht oder 10% Energie gespart werden. Zudem darf der jährliche Bedarf an Wärmeenergie maximal 100 kWh/m2 betragen. Dies betrifft alle Gebäude, die nicht nach Minergie zertifiziert sind und eine schlechtere Gebäudeeffizienz gemäss GEAK als Klasse D erreichen. Details zur Umsetzung der MuKEn in Ihrem Wohnkanton: www.endk.ch

Gebäudeenrgieausweis der Kantone (GEAK)

Der Gebäudeenergieausweis der Kantone (GEAK) bewertet die energetische Effizienz der Gebäudehülle und die Gesamtenergieeffizienz eines Gebäudes. Der GEAK zeigt, wie viel Energie ein Wohngebäude bei standardisierter Benutzung für Heizung, Warmwasser, Beleuchtung und andere elektrische Verbraucher benötigt. Der ermittelte Energiebedarf wird in Klassen von A (= sehr energieeffizient) bis G (= wenig energieeffizient) angezeigt.

Aufgrund der Klassifizierung kann der GEAK-Experte mögliche Heizungsersatz-Varianten aufzeigen. Der GEAK ist bei der Sanierung der Heizungsanlage keine Pflicht. Jedoch gelten bei den Gebäude Klassifizierungen E-G spezielle Vorschriften. In gewissen Kantonen ist der GEAK bzw. GEAK plus Bedingung um Fördergelder für andere Sanierungs-Massnahmen (Dämmung, Fenster etc.) zu erhalten.

Der Heizungsbauer im Einsatz mit Rechnungsmappe und Werkzeugkoffer (Bild: © A. and I. Kruk / Shutterstock.com)

Auf die richtigen Partner kommt es an

Neben einer effizienten Viessmann Heizungsanlage, die sich auf dem neuesten Stand der Technik befindet, kommt es auf den geeigneten Heizungsinstallateur an. Die Installateure sind die Experten. Sie besitzen jahrelange Erfahrung, wenn es darum geht, die Heizung zu sanieren. Viele Kunden sind zudem überrascht, dass die Bauarbeiten beim Austausch relativ unkompliziert sind. Erfahrungsberichte zeigen, dass die Sanierung der Heizungsanlage oft viel schneller umgesetzt ist als erwartet.

Bild: © A. and I. Kruk / Shutterstock.com

Die passende Technik zum Heizung sanieren

Bevor die Handwerker loslegen können, geht es an die Wahl des passenden Heizsystems. Grundlegende Faktoren sind, neben den Fördermitteln, der energetische Zustand des Gebäudes, das Alter sowie der zur Verfügung stehende Platz im Heizungskeller.

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Was ist bei der Durchführung eines Heizungsaustauschs zu beachten?

Ist der richtige Heizungsfachbetrieb gefunden und die Planung durch ihn abgeschlossen, geht es an die eigentliche Durchführung. Die Heizung zu erneuern, bedeutet früher oder später natürlich Handwerker im Haus. Für viele Eigentümer schränkt dies vorübergehend den persönlichen Komfort im eigenen Zuhause ein. Natürlich sollten die Vorteile bedacht werden. Denn die Massnahme hat einen sinnvollen Nutzen und spart langfristig Energie und Kosten. Außerdem ist die Dauer der Arbeiten stets abhängig vom gewählten Heizsystem.

 


Kosten vergleichen: Heizung sanieren lohnt sich tatsächlich

Sind sämtliche Massnahmen abgeschlossen und die Heizung samt Heizkörpern exakt eingestellt, können Sie endlich prüfen: Wie schlägt sich der neue Heizkessel im Vergleich zu früher? Ob Sie tatsächlich so viel Brennstoff und so viele Heizkosten einsparen wie im Vorfeld der Heizungssanierung geplant, lässt sich pauschal nicht beantworten. Das individuelle Heizverhalten und die Durchschnittstemperaturen des jeweiligen Jahres spielen eine Rolle und Letztere kann man schlecht beeinflussen. Jeder Einzelne kann jedoch mit kostenbewusstem Heizverhalten auf äussere Faktoren reagieren. Ein erneuertes und gut eingestelltes Heizsystem macht dies wirkungsvoll möglich. Dafür lohnt es sich letztlich, den mutigen Schritt zur Erneuerung der Heizung gewagt zu haben.