Der Wärmepumpen-Vergleich

Ähnlich wie das Wort Auto ist Wärmepumpe auch ein Oberbegriff für Heizsysteme, die die Umgebung als Wärmequelle nutzen. Die zahlreichen Quellen und die ausgefeilte Technik ermöglichen Hausbesitzern, stets das für sie beste Heizsystem zu finden, das sie zuverlässig und wirtschaftlich mit Wärme versorgt. Der folgende Wärmepumpen-Vergleich bietet eine Orientierung darüber, wann sich eine Investition in welche Wärmepumpe lohnt.
 

Gemeinsamkeiten aller Wärmepumpen

Wie der Name es bereits erahnen lässt, erzeugt dieses Heizsystem Wärme, indem es, ähnlich wie bei einer Luftpumpe, ein Gas unter Druck setzt. Unabhängig davon, auf welche Wärmequelle das Heizsystem zugreift, der Kältekreisprozess ist das Herzstück jeder Wärmepumpe. Bevor die Umgebungswärme (Luft, Erdwärme oder Wasser) auf die gewünschte Temperatur gebracht werden kann, gelangt sie über Leitungen an einen Wärmetauscher, der von einem Kältemittel durchflossen wird. Aufgrund seiner besonderen stofflichen Eigenschaften verdampft das Kältemittel bereits bei niedriger Temperatur. Die dabei entstehende Wärme ist aber zu gering, um sie für Heizung und Warmwasser zu verwenden. An dieser Stelle kommt der strombetriebene Verdichter zum Einsatz und hebt die Temperatur an. Wie der gesamte Ablauf im Detail aussieht, erfahren Sie im Abschnitt Funktionsweise der Wärmepumpe.
 

Unterschiede der Wärmepumpen

Wie eingangs bereits erwähnt, kann eine Wärmepumpe nicht nur der Umgebungsluft, sondern auch dem Erdreich Wärme entziehen.

Luft als Wärmequelle

Luft-Wärmepumpen gehören in der Schweiz zu den am meisten installierten Wärmepumpen. Das liegt einerseits an der einfachen und schnellen Installation und andererseits an den verhältnismässig geringen Investitionskosten. Eine konventionelle Luft-Wasser-Wärmepumpe entzieht der Aussenluft Wärme und hebt sie durch den Kältekreisprozess auf die gewünschte Temperatur an. Je nach Modell lassen sich die Geräte entweder aussen oder innen aufstellen. Bei aussen aufgestellten Monoblock-Geräten ist der Kältekreis komplett in der Wärmepumpe verbaut. Die erzeugte Heizwärme wird mit Heizungswasser ins Gebäude transportiert. Bei sogenannten Split-Wärmepumpen wird der Kältekreis getrennt. Die Wärme wird durch Kältemittelleitung in den Innenbereich des Gebäudes transportiert, wo sich der Verdampfer-Wärmetauscher befindet. Dadurch ist die Ausseneinheit auch bei Stromausfall garantiert frostsicher.

Eine besondere Form der Luft-Wasser-Wärmepumpe ist die sogenannte Abluft-Wärmepumpe. Anstatt der Aussenluft nutzt solch eine Wärmepumpe die in der Regel viel wärmere Abluft von den Räumen. Dadurch muss der Verdichter weniger arbeiten, um die gewünschten Temperaturen zu erreichen. Allerdings ist die Luftmenge meist begrenzt, was dazu führt, dass ein monovalenter Betrieb nicht möglich ist. In der Regel werden sie bei sehr kleinen Heizlasten eingesetzt.

Erdwärme als Wärmequelle

Im Vergleich zur Aussenluft ist die Temperatur der Erdwärme ab einer bestimmten Tiefe verhältnismäßig hoch. Des Weiteren bleibt sie auch im Winter konstant, selbst wenn die obere Erdschicht bereits vereist ist. Sole-Wasser-Wärmepumpen arbeiten sehr effizient und erzielen COP-Werte von bis zu 5,0. Um Erdwärme zu gewinnen, werden Erdsonden eingesetzt. Diese werden durch Bohrungen senkrecht oder schräg in die Erde eingelassen und entziehen in einer Tiefe von 40 bis 100 Metern dem Erdreich Wärme.

Grundwasser als Wärmequelle

Auch das Grundwasser eignet sich als Wärmequelle, die das ganze Jahr über konstant hohe Temperaturen liefert. Damit die Wasser/Wasser-Wärmepumpe effizient arbeitet, müssen die Grundwasserzusammensetzung und die Wassermenge Mindestanforderungen erfüllen. Für die Installation benötigen Anlagenbesitzer eine behördliche Genehmigung.

Im Wärmepumpen-Vergleich darf die Eisheizung nicht fehlen, deren Energiequellen hier dargestellt werden

Erdwärme, Luft und Sonneneinstrahlung als Wärmequelle

Eine besondere Form der Wärmepumpe stellt der Eis-Energiespeicher dar. Er arbeitet mit hoher Effizienz, da er die drei Energiequellen Umgebungsluft, Erdwärme und solare Strahlung miteinander kombiniert.

Ein Eis-Energiespeicher besteht aus einer Betonzisterne ohne Isolierung, die mit Wasser gefüllt ist. Darin befinden sich Spiralen aus Leitungen, in denen ein Frostschutzmittel zirkuliert. Das Wasser dient als primäre Wärmequelle und wird gezielt vereist und abgetaut. Neben der im Erdreich verborgenen Wärme unterstützt ein Solar-Luftabsorber den Abtauprozess aktiv. Wie dieser Vorgang in den einzelnen Schritten aussieht, erklärt der Abschnitt Eis-Energiespeicher.

Welche Wärmepumpe ist für welches Haus geeignet?

Bei der Frage nach der passenden Art der Wärmepumpen darf die Wärmequelle nicht fehlen. Denn während Luft-Wasser-Wärmepumpen nahezu überall Verwendung finden, ist der Betrieb einer Sole/Wasser-Wärmepumpe nicht überall sinnvoll – und erlaubt. Für die Anbringung der Erdsonden sind Bohrungen notwendig. Grundsätzlich unterliegen Tiefenbohrungen rechtlichen Bestimmungen und müssen der zuständigen Behörde gemeldet werden.

Bitte wenden Sie sich für die Beratung bzw. bei der Planung an einen Fach-Installateur

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